Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg - Stamm Don Bosco - DV Berlin

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Don Giovanni Bosco
Don Giovanni Bosco

Zeltlager 2002 - Unser Leben, auf Wolke 13!

Wenn man bedenkt, dass Baden-Württemberg gemessen an Sonnentagen, die meisten im Jahr hat, dann war unsere Entscheidung eigentlich richtig dort ein Zeltlager zu machen.
Wer rechnet schon mit solch einem Sch… Wetter?
Juhu, wir fahren in den Schwarzwald und das recht südlich und sehr hoch!
Prima Entscheidung, die Wegstrecke des Nachts zu bewältigen!
Kinder schlafen, Leiter sind nicht all zu genervt und wenn du aufwachst bist du schon da!
Ab Ulm wurde unser Optimismus von schönem Wetter stark getrübt und so blieb es auch einige Zeit ( genau 216 Stunden Regen ).
Zuerst dachten wir, ach morgen wird es schön, aber leider war dem nicht so!
Also mach das Beste draus!
Ein Aufschrei ging über dem Zeltplatz: „ Wer hat die Alternativplanung verlegt? Was machen wir bei diesem Sch …Wetter!
Erstmal lange schlafen und wenn wir aufwachen scheint die Sonne!
Pustekuchen, man kann den Kopf nicht ins Kissen stecken und warten bis schönes Wetter wird!
Hier wurden die wahren Leiter geschmiedet. Mach was draus, zeig was du kannst, sei lieb, auch wenn dir das Wasser in alle Öffnungen deines Regenmäntelchens läuft!
Die erste Anlaufstelle in solch einer Situation ist immer ein Zelt!
Egal ob Küchenzelt ( hier ist es bekanntlich am wärmsten und trockensten ) Aufenthaltszelt, Leiterzelt oder irgendein trocknes Örtchen.
Aber leider rechneten wir nicht mit der Tücke des Objekts, was von oben kommt fällt nach unten und wenn viel von oben kommt, kommt auch viel unten an.
Dementsprechend sahen dann auch die Anlaufstellen untenherum aus und gar nicht zu reden von den Anläufern!
Viele Füße treten viel Matsch los!
Ja, aber irgendwann und irgendwie muss doch mal die Sonne scheinen, das kann doch einfach nicht wahr sein!
Hat sie ja auch getan, aber nur mal so zwischendurch um uns freundlich zu stimmen und wenn wir dachten, so das war’s, jetzt wird es so bleiben, wurden wir am nächsten Morgen eines besseren belehrt: Regen, nein das war kein Regen, das war eine riesengroße Wolke, die mit uns das Zeltlager verleben wollte.
Es war nicht zum aushalten, bestand denn das Lagerleben nur aus:
Socken trocknen, Hosen trocknen, Schuhe trocknen und Kids bei Laune halten!
Ein Pfadi gab schon seiner Mutter recht, und das will viel heißen, “ Hätte ich doch auf meine Mama gehört und Gummistiefeln eingepackt!“
Unser Einkaufsmensch bekam dafür fast keine feuchten Socken aber dafür das Mitleid der Ureinwohner: „ So was gab es ja noch nie, ihr Armen da oben, aber seid froh, dass ihr oben seid, stellt euch vor ihr wärt im Tal!“
Na gut, unsere miese Situation wurde gesehen und es wurde auch reichlich geholfen!
Und die letzten 4 Tage kam, was kommen musste: die Sonne!
Hei, war das ein Vergnügen, aber völlig ungewohnt. Die Kids wollten es immer noch nicht glauben und einige Wölflinge waren sehr misstrauisch, denn sie zogen ihre Gummistiefel erst mal nicht aus, vielleicht dachten sie das wäre ein Scherz!
Aber das war kein Scherz, es war Sonne, richtige schöne fette Sonne und jetzt konnten wir zeigen, was wir noch so alles drauf hatten!
Die Zelte konnten schön in der Sonne trocknen, der Matsch änderte seine Konsistenz und es wurde richtig schön, war ja auch so angedacht!
Selbst das sonst verhasste Einpacken ging mit Sonne problemlos!
Leider mussten wir wieder nach Berlin, denn die Schule rief ganz laut, Kinder ihr müsst lernen: lernen, hatten wir nicht schon genug gelernt?
Ach so, wäre vielleicht noch zu erwähnen:
Der arme Nachtrupp hatte ja auch noch ein Probleme mit dem fahrbarem Untersatz ( Laster ), dieser gab nämlich nach einigen Kilometern den Geist auf und wollte unser gesamtes Lagermaterial nicht nach Hause fahren, aber da hat der Laster die Rechnung mit den falschen Leitern gemacht, wenn du nicht willst dann bleibst du eben hier und kommst eine Woche später nach!
Vielleicht brauchte er nur noch ein paar Tage Sonne?
Im Nachhinein gesehen war es ein schönes Lager trotz aller Widrigkeiten, wie gesagt wir haben gelernt; wie mach ich das Beste aus einer schier Unauswegsamen Situation!

UFW
Stamm Don Bosco: immer noch ein wenig muffig riechend!

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